Freiwillige Feuerwehr Ohlstedt

Mitmachen!

Freiwillige Feuerwehr - eine "voll coole" Sache? Oder doch eher "ätzend"?

 die Kameraden der FF Ohlstedt

Über kaum eine Institution gibt es so unterschiedliche vorgefaßte Meinungen.
Darum eine Bitte: Nehmen Sie sich einmal zwei Minuten Zeit und stellen Sie sich folgendes vor:

Sie sitzen gemütlich im Wohnzimmer und lesen oder sehen fern. Im anderen Zimmer will Ihre Mutter den Abendbrottisch decken. Nach einer Weile fällt Ihnen auf: es ist merkwürdig still dort drüben. Und mehr aus einer Ahnung heraus stehen Sie auf, um nachzusehen. Zuerst sind Sie wie erstarrt: Ihre Mutter liegt zwischen umgestürzten Stühlen, die Augen starr, den Mund voll Erbrochenem und Platzwunden an der Stirn. Das erste, was Ihnen jetzt einfällt: Die Feuerwehr anrufen. Schon nach 3 Minuten ist sie da. Sofort beginnen die Feuerwehrleute mit Wiederbelebungsmaßnahmen - dann kommt der Notarzt. Und später erklärt Ihnen der Notarzt: Ohne die sofortigen Wiederbelebungsmaßnahmen der Feuerwehr wäre Ihre Mutter nicht mehr zu retten gewesen.

An einem Herbstabend gehen Sie ganz normal zur üblichen Zeit zu Bett. In Ihrem Schlafzimmer im Dachgeschoss hören Sie, wie draußen der Sturm tobt. Es ist eben Herbst. Plötzlich in der Nacht: ein furchtbares Krachen. Mehrere Schläge auf Ihr Bett und Ihren Körper reißen Sie aus dem Schlaf. Sie fühlen nasse, glitschige Teile auf sich, der Wind heult durch Ihr Schlafzimmer. In Panik gelingt es Ihnen, sich aus irgendwelchen Kraken-Armen zu befreien und zum Telefon zu kriechen: Die Feuerwehr, schnell! Wenige Minuten später ist die Feuerwehr da. Es dauert fast die ganze Nacht, bis der riesige Eichenast, den der Sturm aus dem Baum vor Ihrem Haus herausgebrochen hat, aus dem Dach gehoben ist. Notdürftig hat die Feuerwehr Ihr Dach erst mal mit Planen abgedeckt. Aber Sie kriegen immer noch einen Schreck, wenn Sie sich vorstellen: wäre der Ast nur einen Meter weiter rechts durchs Dach geschlagen, hätte Ihnen wahrscheinlich auch die Feuerwehr nicht mehr helfen können.

Ein Sommernachmittag mit Freunden und Bekannten. Sie sitzen im Garten beim Grillen. Paul, der Witzbold, sagt plötzlich: "Ich glaub, dein Haus wird auch gegrillt." Sie lachen. Aber dann sehen Sie doch hin: Grauer Rauch dringt aus allen Ritzen des Daches.
Zum Glück ist die Feuerwehr auch sonntags in wenigen Minuten da.
In der Garage hatte sich ein Kabel erhitzt und zuerst das Altpapier und dann einige Holzregale in Brand gesetzt. Ohne die Feuerwehr hätten Sie ein Übergreifen des Feuers auf das ganze Haus nicht verhindern können.

Sie werden es vielleicht nicht glauben: Das sind keine ausgewählten Katastrophenschilderungen - das ist der Alltag der Feuerwehr.

Mehr als hundert mal im Jahr fährt die Freiwillige Feuerwehr Ohlstedt allein in Hamburg-Ohlstedt zu solchen Einsätzen aus. In allen diesen Fällen, ganz gleich, ob in der Erstversorgung oder im Brandschutz: von entscheidender Bedeutung ist jedes mal die sofortige Hilfe.
Außer den sog. Ernstfällen gibt es bei der Feuerwehr aber auch viele erfreuliche Anlässe zum Einsatz:
Das Osterfeuer zum Beispiel oder wenn die Feuerwehr - das machen wir besonders gern - beim Laternenumzug der Kinder vorneweg marschiert und den Umzug absichert; bei den Schulfesten ist die Feuerwehr mit Attraktionen auch dabei.

Die Feuerwehr schlägt Brücken über die Generationen: Von der 17- jährigen Anwärterin bis zum 90-jährigen Mitglied der Ehrenabteilung, harter Einsatz aber auch die Freude am Helfen und am Feiern haben die Feuerwehrleute zu einer Gemeinschaft von Freunden zusammengeschweißt.

Nur eines macht uns Feuerwehrleuten in Ohlstedt Kummer: Der Nachwuchs. Beziehungsweise: das Fehlen desselben!
Die Feuerwehr braucht dringend neue Mitglieder, neue Frauen und Männer, die bei uns mitmachen. Aber nur wenige junge Leute scheinen heute von sich aus Lust zu haben, zur Feuerwehr zu kommen. Wir denken, das liegt daran, daß sie ein falsches Bild von der Feuerwehr haben oder überhaupt gar nicht wissen, was die Feuerwehr ihnen bietet - und vor allem, wieviel Positives sie bei der Feuerwehr für die Allgemeinheit leisten können.

Wir möchten Sie gerne ausführlich über unsere Arbeit und über den Ausbildungsweg und die Ausbildungsinhalte zur Feuerwehrfrau oder zum Feuerwehrmann informieren.

Wir erklären Ihnen z.B. auch gern, wie Sie Ihren Zivildienst nebenberuflich oder parallel zum Studium bzw. zur Berufsausbildung bei uns abwickeln können.

Wenn Sie Interesse haben, dann melden Sie sich doch einfach, entweder per eMail oder per Telefon oder kommen Sie einfach mal bei einem Dienstabend vorbei. Dort können Sie drei mal unverbindlich mitmachen und sich unsere Arbeit mal ansehen. Anschließend entscheiden Sie, ob Sie weiterhin dabei bleiben wollen.